Stilleinlagen: Welche sind zu empfehlen?

Ich weiß ja nicht, wie es euch ging, aber am Anfang stand ich mit einem großen Fragezeichen vorm Regal. Welche Stilleinlagen sind gut?

Ich habe viele ausprobiert:

Budni Baby blieb immer feucht und war dadurch sehr unangenehm zu tragen. Außerdem sind sie echt winzig und sind auch sehr dick, was sich sehr unangenehm anfühlt und sich sehr durch das T-Shirt abzeichnet.

Genau wie die von Nuk, beim Stillen ist auf der ungestillten Seite beim Einsetzen des Milchspendereflexes auch häufig einfach alles durchgelaufen. Ich hatte hier die extra großen für die Nacht ausprobiert. Die haben sich super schnell in ihre Einzelteile zersetzt. Super nervig!

Komplett überzeugt haben mich die Einlagen von Lansinoh! Super dünn und die Milch wird sofort aufgenommen und wird in eine Art Gel verwandelt. Dadurch bleibt alles dort, wo es hin soll und läuft nicht aus! Zwar teurer als andere, aber das Geld definitiv wert!

Erste Stillerfahrungen

Ich habe am Anfang schlechte Erfahrungen gemacht. Die kleine kam in der 30. Woche zur Welt und ich musste abpumpen. Da ich mich unter Stress setzte und wenig Milch hatte, versuchte ich es immer wieder. Nach 2 Wochen kam noch hinzu, dass sie operiert werden musste und vorerst keine Milch bekam, wegen einer Infektion. Ich hielt trotz Besuchen auf der Intensivstation und häufigem Abpumpen 3 Wochen durch.

Ich ließ mich nicht entmutigen, es bei meinem 2. und bald 3. Kind wieder zu probieren. Das zweite Kind wollte jedoch nicht und musste wegen Untergewicht gefüttert werden. Also ließ ich es nach kurzer Zeit wieder bleiben. Mal sehen, wie es bei Kind 3 klappen wird. Ich will es wieder versuchen.

Die verflixten Koliken

Nicht jede von euch kennt sie, aber die, die sie kennen werden mir zustimmen.

Die 3-Monats-Koliken können einem echt den Spaß an allem verderben.

Mein kleiner Mann kam 4 Wochen zu früh, war aber trotzdem ein richtiger Sonnenschein und so umgänglich, es war der Wahnsinn. Doch eines Tages ging es los:

Das ständige Gepupse hörte schlagartig auf und dafür ging das Gebrüll los. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, stillen ist seit dem auch nicht mehr das, was es mal war.

Spätestens nach 5-6 Minuten geht an der Brust das Gebrüll los. Ich war mit ganz sicher, das müssen die Koliken sein! Ich hörte das Grummeln, es wurde wild gestrampelt und die kleinen Fäustchen ruderten wild in der Luft herum. Seitdem gibt es alle 1-2 Stunden die Brust und es endet immer mit Gebrüll.

Aber liebe Mütter, wenn es euch auch so geht, lasst euch nicht entmutigen,

Ihr seid nicht alleine!

Und hört nicht auf Schwiegermütter die euch sagen: Vielleicht wird er ja nicht mehr satt? Hast du noch genug Milch?

Das durfte ich mir nämlich anhören. Am Ende war ich selbst völlig verunsichert. Aber wenn man nach dem Stillen auf seine Brust drückt und die Milch schießt im Strahl raus, ist alles gut.

Und lasst euch von niemandem zur Flasche zwingen! Ihr seid die Mutter und wisst am besten was gut ist, für euer Kind.

Stillen – nicht immer so einfach

Meine Tochter ist fast 5 1/2 Monate, sie wird vollgestillt (die paar Stücken Gurken, an denen sie mal gelutscht hat, ausgeschlossen). Leider befindet sich unsere Stillbeziehung gerade in einer argen Belastungsprobe.  Aber dazu gleich mehr.

Meinen Sohn damals habe ich 11 1/2 Monate gestillt. Schon die damalige Stillzeit war geprägt von Schmerzen. Ich hatte oft bei den Stillmahlzeiten Schmerzen, die sich anfühlten, als würde sich die Brust verkrampfen, mal schlimmer, mal weniger schlimm. Außerdem hatte ich in regelmäßigen Abstand Brustentzündungen, oftmals hohes Fieber und lag regelmäsig 2 Tage flach lag deswegen. Ein Grund abzustillen war das nie. Dafür haben die positiven Momente zu sehr überwogen. Meine Frauenärztin, hat damals überlegt, dass es sich evtl. um das Raynaud-Syndrom handelt, weiter verfolgt haben wir das nie, dass es ja irgendwie ging.

Nun hatte ich seit irgendwann im Dezember in der rechten Brust wieder extreme Schmerzen beim Stillen, wirklich extrem wurde es, als ich die Stillhütchen (ohne die es zu Beginn leider wieder nicht klappte und die sich dann leider komplett eingeschlischen haben) weg ließ, weil ich endlich ohne stillen wollte. Extrem bedeutet, dass ich, nur noch unter Weinen stillen konnte. Es wurde immer schlimmer, bis vor allem das abendliche Stillen zu einer reinen Katastrophe wurde.

Ich habe mich nicht mehr getraut, die Kleine rechts anzulegen, wenn ich mich dann doch überwinden konnte, hat sie meistens ganz bitterlich geweint und ich hatte das Gefühl, sie hat sich nicht mehr getraut. Wenn wir dann beide bereit waren und sie angesaugt hat, konnte ich es meisten nur kurz aushalten, weil mir total schlecht und schwindelig vor Schmerz wurde. Wir haben oft eine halbe Stunde und länger gemeinsam geweint, immer wieder probiert, um letztendlich frustriert aufzugeben und dann doch die andere Seite zu stillen. Auch tagsüber stillte ich meist links, da ich nicht wollte, dass der große Bruder, das ganze so hautnah mit erlebt.

Rechts konnte ich nur stillen, wenn ich wirklich in sehr guter Verfassung war, dann musste ich die komplette Mahlzeit über die Schmerzen veratmen und mich gedanklich ganz weit weg beamen.

Aber das war nicht alles, die Brust brannte nach jedem Stillen extrem, sie wurde feuerrot. Kühlen brachte leider keine Linderung, veränderte den Schmerz nur. Nach dem Stillen, war die Brustwartze rechts immer schneeweiß und in der Mitte war eine Stelle, die sah aus, wie abgestorben. Ich dachte die Brustwarze sei wund und behandelte sie dementsprechend. Aber es half nichts, im Gegenteil, es wurde viel schlimmer. Die ganze Brust schmerzte. Ich trug keinen BH mehr (was bei einem E-F Körpchen zum Teil echt unangenehm ist).

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich es einfach nicht mehr aushielt, ich hatte gehofft, dass sich die Milchproduktion anpasst und links mehr und rechts weniger produziert wird, aber irgendwie war es nicht so. Ich bekam rechts einen Milchstau und eine feuerrote Brust. An diesem Punkt rief ich bei meiner Frauenärztin an.

Meine Frauenärztin, schaute sich die Brust ausführlich (auch nach dem Stillen) an, hörte sich den Bericht Schmerzen an, stellte ein paar allgemeine Fragen und äußerte abermals ihren Verdacht von vor 2 Jahren. Raynaud-Syndrom. Sie schlug mir eine Therapie mit Nifedepin vor. Und sagte, dass das Stillen damit deutlich schmerzfreier werden solle, da es die Gefäße weitet und die Krämpfe in der Brust bzw. der Bruswartze dadurch nachlassen sollten.

Ich besorgte also, dass von ihr verodnete Nifedepin und ließ mich auf dessen Off-Label Nutzung ein. Nach 3 Tagen solle schon eine deutliche Besserung eintreten, hatte sie mir gesagt. Nach 4 Tagen konnte ich eine erste Veränderung feststellen. Die Brustwarzen wurden nicht mehr so weiß und auch diese „abgestorbene Stelle“ nach dem Stillen verschwand. Die Schmerzen blieben allerdings, zwar etwas anders, aber immer noch sehr schmerzhaft. Mittlerweile hatte sich die Abwehrhaltung beim Stillen auch verselbständigt und ich geriet schon vor dem Anlegen in so eine große Panik, dass ich mich einfach nicht mehr traute rechts zu stillen.

Zum Glück erreichte ich eine Stillberatung, die ich schon von meinem Sohn kannte, und wir vereinbarten einen Hausbesuch.

Letzten Donnerstag war sie da und sie war wirklich top. Eine sehr große Hilfe. Sie entdeckte, dass in der rechten Brust ein Milchkanal bzw. mehrere verstopf sind. Sie vermutet, dass Mausi durch die Krämpfe und auch die angespannte Stillsituation rechts nicht mehr richtig entleeren konnte. Sie entleerte mir die Brust von Hand und zeigte mir auch, wie ich das selber machen kann. Ich kann euch gar nicht sagen, was und in welchen Mengen da raus kam. Die Stillberaterin war selber sehr überrascht, da die Milch eher rahmig statt milchig war. Sie floss quasi nicht, sondern drückte sich sehr langsam heraus. Den großen Propf bekamen wir leider nicht gelöst. Sie gab mir aber Tipps, wie ich damit weiter umgehe.

Nachdem die Brust entleert war, hatte ich das erste Mal wieder das Gefühl, dass es der Brust besser geht. Der Schmerz beim Anlegen war immer noch da. Letzendlich probierten wir ob es rechts evtl. mit Hütchen besser geht. Und ja, das tat es. Der Schmerz war immer noch da, aber auszuhalten. Ich musste ihn nicht veratmen und konne mich auch auf das Entspannen konzentrieren.

Nun stille ich also rechts mit Hütchen und links klappt es problemlos ohne. An manchen Tagen kann ich fast schmerzfrei stillen, an anderen geht es rechts wieder gar nicht. Ich habe mir die Frist bis Ende Januar gesetzt. Wenn es dann nicht endlich gut ist, werde ich rechts abstillen und nur noch links stillen. Ich denke, dass könnte klappen.

Leider ist es damit nicht genug.  Das Stillen an sich klappt nun viel besser, aber zwischen den Mahlzeiten tut die Brust unerlässlich weh. Es brennt und sticht. Der Verdacht ist, dass sich ein Pilz in den Milchgängen eingenistet hat. Dagegen werde ich jetzt behandelt.

Es ist anstrengend, Kräfte raubend und bringt mich an meine Grenzen.

Aber abstillen kommt für mich nicht in Frage, solange es links noch funktioniert, denn Stillen ist und bleibt das Innigste und Schönste, was es für mich im Bezug auf das Babyalter gibt. Ich liebe die Momente, wenn sie voller Genuss trinkt oder seelig an der Brust einschlummert.